Diskussionsveranstaltung der SPD Aachen: Bürgerrechte im digitalen Zeitalter

Gerade war ich auf der Diskussionsveranstaltung der SPD hier in Aachen in den Kurterrassen. Auf dem Podium waren der Aachener Professor Meyer-Ebrecht, Ulla Schmidt, Lars Klingbeil und Mathias Dopatka.
Start war um 19 Uhr. Die Eingangsrede von Klingbeil war gut gehalten, sinnig und man merkte das er sich mit dem Internet und den Problemen dort auskennt. Er ist ja auch recht jung für ein MdB, 33.
Das Gegenteil quasi war die Rede vom Herrn Professor. Er ist nicht jung, er kennt die Situation im Internet nicht wirklich und die meisten Aussagen machten (für mich und wie ich hören konnte mein Umfeld) keinen Sinn („Medienhype führt zur eklatanten Überschätzung des Internet“, die liberalisierenden Effekte sind geringer als die negativen Effekte des Internet).
Danach kam auch nicht wirklich eine Diskussion auf. Frau Schmidt wollte zunächst unter den Podiumsmitgliedern die sehr unterschiedlichen Sichtweisen erklärt haben – womit die also unter sich redeten – und danach war es nur Frage-Antwort (mehr oder weniger passend).
Eine wirkliche Diskussion kam also gar nicht auf, auch nicht nach der Veranstaltung, wo ich kurz mit den Herrn Professor sprach. Er musste dann aber weg, zum Printenessen, mit Frau Schmidt oder so.
Das Interessanteste war danach das Gespräch mit Herrn Klingbeil, Herrn Dopatka und einigen anderen jungen SPDlern.
Ah, bemerkenswert war auch der Altersschnitt der erstaunlich gut besuchten Veranstaltung: ca. 50 – da ein Schulkind und ein paar Jusos da waren… Meinen Beobachtungen nach ist für die meisten anwesenden Senioren scheinbar eine Veranstaltung der SPD eine Pflichtveranstaltung. So klang auch Ulla Schmidt’s Aussage das bitte alle bis 20:45 da bleiben sollten – woran sich die meisten auch brav gehalten haben.